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Allgemein : veganes Tierfutter- Tierquälerei?
04.08.2017 10:54 (485 x gelesen)

Veganismus ist zunehmend zum Trend geworden, der immer mehr Akzeptanz findet. Die Gründe dazu sind berechtigt. Da ist zum einen das Thema Ökologie. Die Herstellung einer Kilokalorie Fleisch verbraucht ein Vielfaches an Energie als die Herstellung der gleichen Menge Pflanzenkost. Unmengen an Futter, das auch der Ernährung der Menschen dienen könnte, wird für die Tiermast verwendet. Wälder werden abgeholzt um die zunehmende Produktion von Futtersoya sicherzustellen.

Das ist nur eine Seite des Problems. Die andere Seite betrifft die Tiere selber: Um den ständig steigenden Bedarf an Fleisch zu befriedigen, wird auf Massenproduktion gesetzt. Immer grössere weil rentablere Tierfabriken sorgen für möglichst billige Massenproduktion. Das Tierwohl bleibt oft auf der Strecke. Es werden Tiere gezüchtet, die gar kein normales Leben mehr führen könnten. Zudem wird sogenannter "Abfall" einfach vernichtet: Männliche Küken, Stierkälber aus milchbetonten Linien.

Neben zunehmendem Fleischhunger der Menschen (durch verbesserten Wohlstand einerseits und durch Billigproduktion andererseits vermögen immer weitere Bevölkerungsanteile den Konsum von Fleisch), steigt auch der Markt von Tierfutter für Hund und Katze immer weiter an. Machen sich vielleicht viele Menschen noch Gedanken über ihren Konsum von tierischen Produkten, hört es in der Regel beim eigenen Büsi / Hund auf. Denn vegane Tierernährung hat den Ruf von Tierquälerei, da unnatürlich. Dabei haben immer mehr Hunde und Katzen Probleme mit dem üblichen kommerziellen Futter. Allergien und gesundheitliche Probleme die mit der Fütterung in Zusammenhang stehen nehmen stetig zu.

Veganismus funktioniert nur, wenn die vegane Ernährung mit Verstand betrieben wird. D.h. es müssen sämtliche für das jeweilige Tier (oder den Menschen) essentiellen Nährstoffe und Vitalstoffe in physiologischem Verhältnis vorhanden sein. Es ist möglich, durch eine überlegte Zusammenstellung von pflanzlichen Zutaten einen vollwertigen Ersatz zu tierischen Produkten herzustellen. Durch Zugabe von kritische Stoffen wie Vitamin B12 werden Mängel verhindert. Oft sind gerade dadurch Veganer besser ernährt als Junkfood- Esser, die Mangelernährung haben ohne es zu ahnen....

Es gibt mittlerweile empfehlenswerte vegane Alleinfutter für Hund und Katze. Vor Jahren habe ich begonnen, vegane Katzen- und Hundefutter an meinen Tieren auszutesten. Das Resultat nach den ersten Monaten war so überzeugend, dass ich dabei geblieben bin. Gute Fitness, schönes kräftiges Fell mit signifikant weniger Haarausfall bewirkten, dass ich inzwischen das Futter sogar empfehle. Und sogar noch besser: Ich habe schon Atopiker damit behandelt und ihre Hautprobleme beseitigen können.

Meine Hunde und die Katze fressen seit 3 Jahren veganes Futter. Die Hunde ausschliesslich, die Katze zusätzlich zu Büchsenfleisch. Die super Gesundheit der Tiere bestätigt mir, dass ich es wohl nicht so falsch mache mit der Fütterung und ich werde weiter füttern wie bisher. Mit dem guten Gefühl, kein tierquälerisches Futter zu verabreichen (fast kein: Siehe Katze :-( ) Denn- Hand aufs Herz: Wissen Sie, wie das von Ihnen gekaufte Futter produziert wurde??


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