Haeder
 
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Allgemein : aus dem Praxisalltag
11.01.2011 16:44 (1290 x gelesen)

Das Schöne und für mich wie meine KundInnen sehr befriedigende an meiner Praxis ist die Kombination von Schulmedizin mit Homöopatie und teiweise auch Phytotherapie. Wie gut die Tiere in manchen Fällen "nur" auf Chügeli reagieren, ist schon faszinierend. Das eindrücklichste ist dabei die Ruhe und die Zufriedenheit, die sich nach der Verabreichung einstellt. Kein Stress! Und danach wie ein Mehr an Energie, das wohl die nach Hahnemann beschriebene "Lebenskraft" ausdrückt!

Ein eindrückliches Beispiel lieferte mir mein altes Pferd Marconi, das seit letzten Sommer in Pension auf einer Alters-und Ferienpferdeweide steht, wo er seine Tage noch mit freiem Weidegang in der Herde geniessen kann. Marconi ist dort sehr aufgelebt, und seinen steifen Gliedmassen kommt das ständige sich-bewegen sehr entgegen. Vor einigen Tagen bekam ich den Anruf, Marconi sei lahm, er hätte eine geschwollene Hinterbacke.

Als ich ihn antraf, war er ein Bild des Jammers: Hinten links geschwollene Oberschenkelmuskulatur, ganze linke Seite verdreckt, an Sprunggelenken und Fesselköpfen Schürfwunden, lahm hinten links, unwilliger Gang. Fieber hatte er nicht, die Fresslust war vorhanden.

Trotz des nasskalten Wetters spritzte ich ihm mit dem Schlauch den Dreck runter, pflegte seine Schürfwunden mit Wundsalbe, rieb seine verdickte Muskulatur mit antiphlogistischer Salbe ein, verabreichte ihm Arnica C200 ins Maul. Ich entschied mich, ihn nicht abzusondern, sondern in der Herde zu lassen. Er ist dort integriert und gierte auch sofort wieder nach seinen Kollegen; ein Absondern wäre für ihn ein unnötiger Stress gewesen.

Am andern Tag traf ich einen überraschend (!) munteren Marconi an, der zwar hinten links natürlich noch schonte, aber überhaupt keinen leidenden Eindruck machte! Das Hämatom, das sich durch die Prellung gebildet hatte, war etwas in die Tiefe gesackt und fühlte sich nun als schwabbelige Schwellung im Kniebereich an. Der Gang war freier als am Tag zuvor.

Ich verabreichte ihm nochmal Arnika und massierte den Hintern mit der Salbe.

Marconi trabte daraufhin zu seinen Kumpanen zurück. Ein leidendes Pferd wirkt anders!

Dieses schnelle Bessern erlebe ich auch in andern Fällen. Dies wohl nicht zuletzt deshalb, weil die Patienten sich nicht mit Nebenwirkungen plagen müssen.

Wichtig ist in jedem Fall eine gründliche medizinische Abklärung, ob der Fall sich eignet, "nur" mit Homöopathie behandelt zu werden. Auch ich mache nicht alles mit Homöopathie. Aber die Freiheit, wählen zu können, beglückt mich!


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