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Allgemein : Teure Tierliebe
23.06.2017 10:38 (209 x gelesen)

Die Kosten im Gesundheitswesen steigen von Jahr zu Jahr an, gegen Jahresende wird uns das jeweils wieder schmerzhaft vor Augen gehalten mit der Erhöhung der Prämie... Die Tiermedizin und insbesondere die Kleintiermedizin zieht mit: Der Fortschritt in Diagnostik und Therapiemöglichkeiten ist leider nicht ohne erhebliche Verteuerung der Leistungen zu haben. Ich stelle immer wieder fest, vor welchen Gewissenskonflikten eine zunehmende Anzahl von Tiebesitzern stehen. In den Medien werden zunehmend rührsehlige Geschichten von verletzten oder kranken Tieren erzählt, und deren kostspielige Therapien vorgestellt. Nach dem Motto: Du liebst dein Tier, also musst du alles für es aufbringen, koste es was es wolle. 

Was zunehmend in Vergessenheit gerät ist die Möglichkeit von konservativen, nicht invasiven, alternativen Therapien, die je nach Fall auch in Betracht gezogen werden sollten! Je mehr wir uns auf die moderne Technik und ihre Möglichkeiten verlassen, desto mehr gehtder ganzheitliche Blick aufs Tier verloren.

Ein Beispiel, das ich kürzlich erlebt habe: Eine Kundin ruft mich an, ihre Hündin, 6jähriger kastrierter Labi-mix, hätte eine akute Knieverletzung, ihr Tierarzt riet zur Kreuzband- OP und meinte, ohne OP hätte der Hund keine Chance je wieder gesund zu werden. Die besitzer leben in bescheidenen Verhältnissen und können sich die OP nicht leisten. Bei einem vereinbarten Hausbesuch erkannte ich: Die Hündin war stark übergewichtig. Bei Normalgewicht wäre sie um die 20kg KG, also mittlere Grösse. Schlussfolgerung: Die Hündin muss abnehmen, das ist ein wichtiger, wenn nicht gar der wichtigste, Teil der Therapie!  


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