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Allgemein : Gedanken über das Impfen unserer Tiere
25.02.2016 11:32 (1088 x gelesen)

Als "Erfinder" des heutigen Verständnisses der Impfung kann Edward Jenner bezeichnet werden. Im späten 18. Jh machte er Versuche mit Kuhpocken- Impfungen und stellte fest, dass die geimpften Personen geschützt gegen das Pockenvirus waren. Seither hat die Immunologie gewaltige Fortschritte gemacht.

Heute sind Impfungen allgemein akzeptiert als Mittel zum Schutz vor Infektionskrankheiten, ein bedeutender medizinischer Fortschritt.

Das Thema Impfung hat aber auch eine Kehrseite. Obwohl die Impfstoffe heute im Vergleich zu früher sicherer sind, braucht es Fremdsubstanzen als sogenannntes "Adjuvans", die eine gewollte Entzündung herbeiführen, um eine Immunantwort zu induzieren. Diese Fremdsubstanzen sind je nach Impfstoff Schwermetalle wie Quecksilber, Aluminium, Fremdeiweisse (z.B.Hühnerei, Kälberserum etc) Es handelt sich um sehr geringe Dosen, die kaum eine Vergiftungsreaktion bewirken können, aber insbesondere die Fremdeiweisse können Ursache einer Allergie sein. Im schlimmsten Fall, der zum Glück sehr selten ist, eine Anaphylaxie bewirken, was zum Kreislaufversagen und unbehandelt zum Tod führen kann. Hingegen gibt es hin und wieder mildere Allergieformen, die sich in Form von Fieber, Hautausschlag, Nervenentzündungen, Gelenkentzündungen etc. äussern können. 

Wenn Ihr Tier einmal eine sog. Impfreaktion hatte, muss abgeklärt werden, ob und wie weiter geimpft werden sollte! 

Ich vertrete eine Impfpraxis, die sich nach den individuellen Risiken richtet, deshalb handhabe ich das etwas differenzierter als die gängigen kritiklosen jährlichen Wiederholungsimpfungen. Ich bespreche mit dem Tierbesitzer, wo Risiko und Notwendigkeit sind und erarbeite so ein fürs betreffende Tier vernünftiges Impfschema.

In der Regel beinhaltet das eine Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr und eine Wiederholunsimpfung im 2. Lebensjahr mit einem kombinierten Impfstoff gegen die gängigen Infektionskrankheiten. 

Fragen über zusätzliche Impfungen stellen sich

-wenn ein Tierheimaufenthalt vorgesehen ist

-wenn Sie mit dem Tier über die Grenze möchten

-wenn Sie züchten möchten

-wenn Sie das Tier in spezielle Situationen begeben (grosser Infektionsdruck, Sportanlässe etc.)

Ganz wichtig, aber leider oft missachtet: Es werden nur gesunde Tiere geimpft! Gerade im Welpenalter ist das manchmal schwierig. Das Tier kämpft noch mit Wurminfektionen, hat evtl schon den Katzenschnupfen etc. Devise: Zuerst behandeln und Zeit lassen, dann impfen! Ein schwaches kränkelndes Tier ist nicht fähig, einen Immunschutz aufzubauen. Im schlimmsten Fall resultiert eine massive Verschlechterung des Gesundheitszustandes.

Impfungen sind vor allem im Jugendalter am wichtigsten und wirkungsvollsten. Erwachsene Tiere haben im Normalfall ein intaktes, durch "lernen" trainiertes Immunsystem und sind deshalb gegen die häufigsten Erreger immun. Es gibt aber auch erwachsene Tiere mit einem schwachen Immunsystem. Diese Tiere kann man versuchen durch Homöopathie und / oder Schüssler Salze zu stärken und immunologisch fitter zu machen. Gründe für ein schwaches Immunsystem gilt es aufzuspüren und möglichst zu eliminieren (Stress, Haltungs- / Fütterungsfehler etc)


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